
Kartoffelbrot mit Hefe: saftig, knusprig, richtig gut (und sowas von gelingsicher)
Weißt du, was ich richtig liebe? Wenn Rezepte einfach funktionieren. Ohne Schnickschnack, ohne Drama. Einfach nur lecker. So wie dieses Kartoffelbrot.
An Silvester gab’s bei uns Raclette. Und wie das so ist, blieben ein paar gekochte Kartoffeln übrig. Ich stand dann also in der Küche, starrte in die Schüssel und dachte mir: Jetzt. Oder nie. Schon ewig wollte ich ein richtig gutes Kartoffelbrot backen.
Nicht so ein fades, sondern eins mit Kruste, Charakter und Kuschelfaktor.
Was soll ich sagen? Volltreffer! Außen schön knusprig, innen saftig und sogar am nächsten Tag noch ein Träumchen. Also, ganz klare Sache: Dieses Rezept gehört definitiv in die Dankebitte-Familie.
Warum Kartoffelbrot fast immer ein gutes Brot wird
Kartoffeln im Brot? Einfach großartig. Sie bringen Feuchtigkeit, Struktur und ein ganz leicht süßliches Aroma. Das Ergebnis ist ein Kartoffelbrot, das innen weich und saftig bleibt, ohne matschig zu sein. Und genau das wollen wir doch…
Und so geht´s: Zutaten für 1 Laib Kartoffelbrot
• 400 g gekochte, geschälte Kartoffeln
• 20 g frische Hefe
• 200 ml lauwarmes Wasser
• 250 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
• 250 g weizen- oder Dinkelmehl
• 10 g Salz
Wenn du es als Dinkel-Kartoffelbrot backen möchtest, bleib bei Dinkel. Wenn du es etwas milder willst, nimm Weizen. Beides klappt ganz wunderbar!
Schritt-für-Schritt: So wird dein Kartoffelbrot richtig gut
1. Kartoffeln kochen, schälen, abkühlen lassen und gründlich zerdrücken. Ich hab das einfach mit einer Gabel gemacht. Ein bisschen wie Kartoffelpüree für Fortgeschrittene. Achte darauf, dass keine Stückchen mehr drin sind. Die wollen wir später nicht zwischen den Zähnen haben, sondern eine schöne gleichmäßig Krume.
2. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen.
3. Beide Mehlsorten und Salz (wer mag, kann auch ein bisschen Brotgewürz dazugeben) vermischen. Dann Kartoffeln und Hefewasser rein und zu einem glatten Teig verkneten. Ich habe das meine Küchenmaschine machen lassen.
4. Den Teig in eine Backform geben und etwa 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
5. Die Oberfläche des Teigs großzügig mit Wasser einpinseln und 3–4 Mal quer einschneiden. Ab in den kalten Ofen damit und bei 200 °C Ober-/Unterhitze backen: Erst 45 Minuten in der Form, dann rausnehmen und nochmal 15 Minuten ohne Form fertig backen.
Tipp: Klopfprobe: Klingt es hohl, ist es durch. Und dann unbedingt auf einem Gitter sehr gut auskühlen lassen.
Meine 7 Praxis-Tipps, damit es wirklich “richtiges” Kartoffelbrot wird
1. Mehlige Kartoffeln nehmen – das macht den Teig stabiler und das Brot saftiger. Ich habe auch schon festkochende Kartoffeln verwendet, weil sie einfach gerade da waren. Das hat auch geklappt, aber ich habe mir hier beim zerdrücken wirklich besonders viel Mühe gegeben.
2. Kartoffeln handwarm einarbeiten, sonst leidet die Hefe. Lieber zu kühl als zu heiß.
3. Wenn der Teig sehr klebt: Lass ihn 5–10 Minuten ruhen, dann erst final kneten (Mehl quillt nach).
4. Das Einpinseln des Teigs mit Wasser vor dem Backen ist kein Nice-to-have, sondern macht den Unterschied bei der Kruste zwischen “ok” und “wow ”.
5. Nicht zu früh anschneiden: Kartoffelbrot ist innen feucht. Es setzt sich beim Auskühlen.
6. Für extra Aroma: 1 TL Brotgewürz ist wenig, aber macht viel aus.
Wenn du’s noch einfacher willst: Kartoffelbrot mit Brotbackmischung backen
Ganz ehrlich: Ich liebe „selber machen“. Aber ich liebe es auch, wenn Brot immer gelingt. Ohne Rätselraten, ohne Teigdrama. Für Tage mit wenig Zeit und viel Lust auf Brot.
Manchmal willst du Brot, aber nicht den ganzen Prozess. Und das ist völlig okay. Dann ist eine Backmischung für Kartoffelbrot eine smarte Abkürzung. Vor allem, wenn du eine Bio Backmischung suchst, bei der du nicht rätseln musst, was da eigentlich drin ist. Du bekommst das Aroma und die Saftigkeit, aber mit weniger Fehlerquellen.
Welche Dankebitte Brotbackmischung funktioniert für ein Kartoffelbrot:
Wenn du’s mild magst: → "Brot pur" ist deine Wahl.
Für ein bisschen mehr Charakter: → "Brot pur+" mit feinem Brotgewürz bringt die Extraportion Geschmack.
Und für einen ganz besonderen "Bums": Empfehle ich dir unbedingt "Zwibbel de Nut". Röstzwiebeln und ganze Haselnüsse machen dein Kartoffelbrot zum Rausch.
Du brauchst dann nur noch: • 400 g gekochte, geschälte Kartoffeln • 20 g frische Hefe • 200 ml lauwarmes Wasser. Alles andere ist in der Packung. Fertig vermischt, fein abgestimmt. Die Anleitung bleibt wie oben. Also einfach loslegen und dein eigenes Kartoffelbrot backen.
Und heute ist dir selbst Kartoffel schälen zu viel? Uff. Atme! Hier kommt deine Lösung, wie du trotzdem ein Kartoffelbrot genießen kannst: "Tika Taka"
Eine klassische Brotbackmischung aus Dinkel und Weizenvollkorn.
Inhalt: 0.508 Kilogramm (9,74 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 0.514 Kilogramm (10,70 €* / 1 Kilogramm)
Inhalt: 0.583 Kilogramm (11,92 €* / 1 Kilogramm)
FAQ rund um Kartoffelbrot
Kann ich frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen?
Ja, das geht. Du brauchst dann deutlich weniger. Die genaue Menge hängt vom Produkt ab, aber als grobe Orientierung entspricht frische Hefe ungefähr dem Dreifachen an Trockenhefe. Grobe Faustregel: 10 g frische Hefe ≈ 3–4 g Trockenhefe.Geht das auch mit Kartoffelbrei?
Wenn es reiner Kartoffelbrei ohne Milch/Butter ist: Ja, prinzipiell schon. Mit Milch/Butter wird der Teig schnell unberechenbar.Warum ist mein Kartoffelbrot klitschig?
Meistens wird es zu früh angeschnitten oder war zu kurz im Ofen. Gib deinem Brot die Zeit, die es braucht. Es muss wirklich vollständig auskühlen. Es lohnt sich.Wie bewahre ich es am besten auf?
In einem Tuch oder im Brotkasten. Eine Plastiktüte macht die Kruste weich.Oder wie ich: Am liebsten auf der Anschnittfläche auf meiner Arbeitsplatte.





